Gion Caviezel

Gion Caviezel

DatumDatum3. April 2020 KategorieKategorieAllgemein

In Quarantäne. Tag 20.

Donnerstag, 2. April 2020.

Heute arbeite ich wieder in Klosters. Ich spaziere zur Tagesstätte, die Kinder sind draussen. Drei sind es und sie haben mit Kreide auf dem Teer Strassen gezeichnet. Sie fahren mit ihren Wägeli ihren Parcours, da putscht eines in meine Beine. “Du musst nicht im Weg stehen.” Sie lacht, als sie mit mir schimpft. “Entschuldige. Irgendwo muss ich doch stehen.” Dann drücke ich mich an die Wand und achte darauf, dass ich nicht im Rennparcours im Wege bin. Doch wieder fährt sie mich an. “Also, schon wieder.” Wir lachen.
Ein anderes Kind hat ein grosse Haus auf den Boden gezeichnet. Ich klopfe auf die Kreidetüre. “Hallo, ist jemand zuhause.”
Der Knabe antwortet: “Du kannst nicht anklopfen. Das ist ein Unterwasserhaus.”
Und ich stell mir jetzt vor, wie die anderen Kinder auch gerne hier wären!